Geheimer 991-seitiger Bericht erschüttert europäischen Kinderbetreuungsanbieter „SOS-Kinderdörfer“

Geheimer 991-seitiger Bericht erschüttert europäischen Kinderbetreuungsanbieter "SOS-Kinderdörfer"- 2

Wikipedia über SOS-Kinderdörfer: ist eine unabhängige, nichtstaatliche, gemeinnützige internationale Organisation mit Hauptsitz in Wien, Österreich. Die Organisation leistet humanitäre und entwicklungspolitische Hilfe für Familien in Schwierigkeiten und unterstützt Kinder und Jugendliche, die keine elterliche Fürsorge haben oder diese zu verlieren drohen. Darüber hinaus setzt sich die Organisation für die Interessen von Kindern in aller Welt ein. Die SOS-Kinderdörfer sind heute in mehr als 130 Ländern und Gebieten weltweit tätig.

Quelle: heute.at, 13. November 2025

Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen in den SOS-Kinderdörfern sorgt nun ein weiteres Dokument für Aufsehen: Neben dem bereits bekannten 262-seitigen Bericht einer Untersuchungskommission ist eine wesentlich umfangreichere Langfassung aufgetaucht – ganze 991 Seiten, die laut Insidern alle Namen und Details enthalten.

Die Vorwürfe sind brisant und reichen von Kindesmissbrauch bis hin zu möglichen Beweisen für Geldwäsche und Menschenhandel. Das Dokument wird jedoch vorerst nicht veröffentlicht, berichtet die Zeitung „Krone“.

Die Serie von Enthüllungen hält bereits seit Monaten an. Eine unabhängige Kommission der Dachorganisation SOS-Kinderdorf International hatte 2023 zwei Berichte erstellt: eine Kurzfassung und eine ausführlichere interne Version.

Das neue Dokument ist ein „vertraulicher zweiter Teil des Berichts“ der Unabhängigen Sonderkommission (ISC), wie SOS-Kinderdorf International erklärt. Die Langfassung enthält zahlreiche Namen, darunter auch die von Hinweisgebern.

Aus Gründen des Personenschutzes ist es daher nicht möglich, diese Version zu veröffentlichen. Nur der „Internationale Senat“ und der Vorstand der Organisation haben Zugang zu ihr. Die wichtigsten Ergebnisse wurden jedoch in dem kürzeren Bericht anonymisiert.

2023 erhielt SOS-Kinderdorf Österreich nur vorübergehend Zugang zu dem Teil, der den bekannten Fall eines Großspenders in Nepal betrifft. Eine eingehende juristische Prüfung habe keine belastbaren Hinweise auf Menschenhandel oder Geldwäsche ergeben, so eine Sprecherin. Zugleich prüft SOS-Kinderdorf International, ob Teile der Langfassung an die Staatsanwaltschaft Innsbruck weitergeleitet werden können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen
×