„Long Covid“ ist nicht nur ein Tarnbegriff für gesundheitliche Schäden, die durch die so genannten Gen-Injektionen verursacht werden.
Es diente auch als Pilotprojekt zur Verschleierung aller pharmakologischen „Nebenwirkungen“. Werden Symptome auf eine Krankheit zurückgeführt – auch wenn diese längst offiziell beendet ist -, erhalten alle während der Behandlung eingesetzten Medikamente automatisch ein juristisch wasserdichtes Alibi. Krimiautoren wissen seit langem, dass die Darstellung eines vermeintlichen Täters der beste Schutz für den wahren Täter ist.
Quelle: Uni.-Doz. Dr. Gerd Reuther, tkp.at; 02. Februar 2026
Framing: „Nebenwirkung“
In der vom medizinisch-industriellen Komplex geförderten Interpretation wurden unerwünschte Wirkungen von Behandlungen schon früh als „Nebenwirkungen“ bagatellisiert, obwohl positive und negative Ergebnisse für die Patienten gleichermaßen wahrnehmbar sind. Die vermeintliche Hierarchie der Wirkungen existiert nur in den Augen der Praktiker und der Pharmaindustrie. Wirksamkeit und Schadenspotenzial sind untrennbar miteinander verbunden.
Für die Pharmaindustrie sind „Nebenwirkungen“ nicht deshalb ein Problem, weil sie Schaden anrichten, sondern weil sie die öffentliche Akzeptanz ihrer Produkte gefährden. Daher werden seit langem Anstrengungen unternommen, sie auf verschiedene Weise zum Verschwinden zu bringen:
- Beschwerden werden abgelehnt
- Beschwerden werden nicht erfasst oder absichtlich falsch klassifiziert (z. B. Status „geimpft“ erst nach der zweiten Injektion)
- Die Beschwerden werden auf genetisch bedingte individuelle Reaktionen zurückgeführt (Allergie“, überreaktive Immunantwort“)
- Die Beschwerden werden der behandelten Grunderkrankung zugeordnet
- Nach der Genesung von der Ersterkrankung werden die Beschwerden als Folge der überstandenen Infektion umgedeutet („postinfektiöse Erkrankungen“)
Alle diese Strategien werden in der Medizin seit Jahrhunderten angewandt. „Covid-19“ wirkte wie ein Prisma, das die Schäden von Geninjektionen durch all diese Methoden bis heute bricht und verschleiert. Mit der Erfindung von „Long Covid“ wurden pharmakologische Gesundheitsbeeinträchtigungen als vermeintliche Krankheitsfolgen umgedeutet. Jedes Symptom kann als Folge einer vorangegangenen Krankheit erklärt werden. Damit entfällt die anspruchsvolle Ursachensuche oder das unbequeme Eingeständnis iatrogener Schäden.
Diagnostische Alchemie auf Abruf
Lange vor „Long Covid“ wurde eine ähnliche Behauptung über eine potenziell tödliche Gehirnentzündung aufgestellt, die ohne wissenschaftliche Beweise mit Maserninfektionen in Verbindung gebracht wurde – manchmal viele Jahre in der Vergangenheit. Doch genau diese Entzündung wird von den Pharmaunternehmen als „Nebenwirkung“ bestimmter Medikamente gegen Masern und auch von Impfungen anerkannt. Ein ursächlicher Zusammenhang mit den Masern selbst wurde nie bewiesen und bleibt höchst fragwürdig, obwohl er als Rechtfertigung für die obligatorische Masernimpfung herangezogen wird.
Das Modell zur Verschleierung von Behandlungsschäden ist stark ausbaufähig. Berichten zufolge hat die deutsche Forschungsministerin Dorothee Bär auf Drängen der Industrie eine „Forschungsdekade gegen postinfektiöse Krankheiten“ ins Leben gerufen und sofort 500 Millionen Euro bereitgestellt.(i) „Long Covid“ soll keine singuläre Diagnose bleiben. Syndrome, die früher als impfbedingt bekannt waren – wie „Chronische Müdigkeit“ und „Myalgische Enzephalomyelitis“ – wurden einfach in „ME/CFS“ umbenannt, das jetzt als postinfektiös bezeichnet wird. Die Wissenschaft® wird wieder einmal liefern, so wie sie einst Viren als angebliche Ursache für Vergiftungen produzierte. Finanzielle Zuschüsse, wissenschaftliche Auszeichnungen und Lehrstühle sorgen für Gehorsam.
Immer dann, wenn die Symptome während der Behandlung nicht abklingen – oder neue auftreten – wird ein „schwerer Verlauf“ ausgerufen, der noch weit in die Zukunft hineinreichen soll. Alle therapeutischen Versuche sind dann bestenfalls unwirksam, in jedem Fall aber offiziell frei von unerwünschten Wirkungen, da jedes gesundheitliche Problem auf die zugrunde liegende Krankheit zurückgeführt wird. Selbst bei schwerer Krankheit oder Tod gibt der Patient nicht der Behandlung die Schuld, sondern kann stattdessen seine „schlechten Gene“ bedauern. Fragen der Haftung für Arzneimittelhersteller und Ärzte gehören damit der Vergangenheit an.
Das Damoklesschwert, das über jeder Therapie schwebt
Jeder Patient und jeder Arzt sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine Behandlung immer das Risiko birgt, nicht nur zu scheitern, sondern auch die Krankheit zu verschlimmern. Schon Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836), der bedeutendste deutsche Arzt des frühen 19. Jahrhunderts, wies darauf hin, dass Behandlungen zusätzliche „künstliche Krankheiten“ verursachen können, was bedeutet, dass jeder Patient „zwei Krankheiten“ auskurieren muss, um wieder gesund zu werden. (ii) Er riet daher zu sorgfältiger Abwägung, bevor er eine Therapie verordnete.
Die moderne Schulmedizin hat diese Gleichwertigkeit von Symptomen aus dem Bewusstsein von Ärzten und Patienten gleichermaßen getilgt. Spätestens 1881, als die pharmazeutische Industrie an Fahrt aufnahm, wurde die Verharmlosung von therapiebedingten Krankheiten als „Nebenwirkungen“ zum vorherrschenden Narrativ. (iii)
Ausblick
Angesichts der in den letzten Jahren stetig zunehmenden behandlungsbedingten Schäden – verursacht durch Medikamente, die immer tiefer in unseren physiologischen Stoffwechsel eingreifen – ist es bitter nötig geworden, therapiebedingte Schäden prophylaktisch zu „eliminieren“, indem man sie auf Vorerkrankungen zurückführt. Bevor die zahlreichen Gentherapien, die sich derzeit in der pharmazeutischen Pipeline befinden, auf die Menschheit losgelassen werden, wollen die Behörden der öffentlichen Empörung und rechtlichen Klagen zuvorkommen, indem sie vorgefertigte Erklärungen anbieten. Falls erforderlich, werden mysteriöse „Immunschwächen“ als Rechtfertigung dienen.
Gleichzeitig können die schädlichen Auswirkungen von Behandlungen das Geschäft sogar noch ausweiten: Zu Beginn des 21. Jahrhunderts waren bereits mindestens 5 % der Krankenhauseinweisungen behandlungsbedingt (iv), und jeder dritte Todesfall stand im Zusammenhang mit früheren medizinischen Eingriffen.(v) Was in der Technik bisher utopisch blieb, ist in der Medizin Realität geworden: ein Perpetuum mobile. Behandlungen erzeugen aus jeder Krankheit zahllose Folgekrankheiten und nähren das System, das sie hervorgebracht hat. Als zentraler Dreh- und Angelpunkt werden nun „Erschöpfungszentren“ eingerichtet, die bald ebenso unverzichtbar für die moderne Medizin sein werden wie einst die Schmerzzentren.
i https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2026/01/dekade-postinfekt.html
ii Hufeland CW: Die Kunst, das Leben zu verlängern. S. 633; Jena 1797
iii Lewin L: Die Nebenwirkungen der Arzneimittel. Pharmakologisch-klinisches Handbuch. August Hirschwald; Berlin 1881
iv Gahr M et al.: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Warum Meldungen nicht erfolgen. Dtsch Arztebl 2016; 113(9):B-320-1
v Reuther G: Der betrogene Patient. 4. Auflage S. 137ff.; Riva; München 2019





