Globale Studie: Anstieg des Meeresspiegels nicht auf den Klimawandel zurückzuführen

Globale Studie: Anstieg des Meeresspiegels nicht auf den Klimawandel zurückzuführen- 2

Nahezu 100 % des beschleunigten Anstiegs des Meeresspiegels, der deutlich geringer ausfällt als vom IPCC prognostiziert, ist nicht auf den Klimawandel oder menschliche Emissionen zurückzuführen, sondern auf lokale Ereignisse, wie eine neue große wissenschaftliche Studie zeigt. Der IPCC hat seine Annahmen zum Meeresspiegelanstieg im Zuge des Klimawandels stets überschätzt.

Eine umfassende globale Analyse der Veränderungen des Meeresspiegels hat ergeben, dass die aktuellen IPCC-Projektionen die tatsächlichen Raten des Meeresspiegelanstiegs, die an Gezeitenmessstationen weltweit beobachtet werden, durchweg überschätzen. In der Studie “ A Global Perspective on Local Sea Level Changes„, die im Journal of Marine Science and Engineering veröffentlicht wurde, wurden jahrzehntelange Beobachtungsdaten mit aktuellen Klimaprojektionen verglichen, um deren Genauigkeit zu bewerten.

Die Forscher analysierten zwei große globale Datensätze: den Permanent Service for Mean Sea Level (PSMSL) mit 204 qualifizierten Stationen und das Global Sea Level Observing System (GLOSS) mit 39 Stationen, die strenge Kriterien erfüllen, nämlich mindestens 60 Jahre Daten und 80 % Datenverfügbarkeit. Die Auswahl konzentrierte sich auf Stationen mit aktuellen Daten, die mindestens bis 2015 reichen.

Aus den Beobachtungsdaten geht hervor, dass der globale Meeresspiegelanstieg moderat ist. Die PSMSL-Stationen zeigten eine mittlere Rate von 1,4 mm pro Jahr mit einem Median von 1,5 mm pro Jahr, während die GLOSS-Stationen etwas höhere Raten mit einem Mittelwert von 1,7 mm pro Jahr und einem Median von 1,9 mm pro Jahr verzeichneten. An den meisten Standorten wurden Anstiege von weniger als 5 mm pro Jahr verzeichnet.

Aus der Analyse ergaben sich eindeutige regionale Muster. In einigen Gebieten, insbesondere an der Ostsee und der Westküste Kanadas, sank der Meeresspiegel sogar. Umgekehrt wurden an bestimmten Orten im Pazifik, entlang der US-Golfküste, der indischen Westküste, Japan, Thailand und Australien hohe Raten von bis zu 10 mm pro Jahr gemessen. Bemerkenswert ist, dass hohe und niedrige Raten oft in unmittelbarer Nähe zueinander auftraten, was auf starke lokale Einflüsse hinweist.

Die statistische Analyse der Beschleunigung ergab, dass nur 13 % der PSMSL-Standorte und 23 % der GLOSS-Standorte eine signifikante Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs aufwiesen, weit weniger als die Klimaprojektionen vermuten lassen.

Die wichtigste Erkenntnis betrifft die systematische Überschätzung durch die IPCC-Projektionen. An den meisten Standorten lagen die vom IPCC prognostizierten Raten über den beobachteten Raten. Die Atlantikküste Nordamerikas wies mit einer Überschätzung von 4-5 mm pro Jahr die größten Diskrepanzen auf. In der Nord- und Ostseeregion wurden die IPCC-Projektionen um durchschnittlich 2 mm pro Jahr überschätzt, während an der Pazifikküste Nordamerikas und in Australien eine bessere Übereinstimmung erzielt wurde, wobei die Überschätzung auf maximal 1 mm pro Jahr begrenzt war.

Die Forscher ermittelten verschiedene lokale Faktoren, die die beobachteten Meeresspiegelmuster erklären. Die glaziale isostatische Anpassung führt dazu, dass sich das Land in den Gebieten ehemaliger Eisschilde hebt, während es in den umliegenden Gebieten sinkt, was den sinkenden Meeresspiegel um die Ostsee erklärt. Tektonische Aktivitäten zeigten deutliche Auswirkungen in Japan, einschließlich dramatischer Veränderungen nach dem Tohoku-Erdbeben 2011, bei dem eine Station um über 80 cm sank. Senkungen durch weiche Böden, Grundwasserentnahme und Sedimentbelastung betrafen mehrere Küstengebiete.

Die Studie wandte eine strenge Methodik an, indem sie zur Berechnung der Veränderungen des Meeresspiegels eher eine Gezeitenanalyse als ein einfaches arithmetisches Mittel verwendete und mehrjährige Gezeitenzyklen von 8,85 und 18,61 Jahren berücksichtigte. Die statistischen Tests umfassten F-Tests mit Bonferroni-Korrektur, um Mehrfachvergleiche über den gesamten Datensatz hinweg zu berücksichtigen.

Diese Ergebnisse werfen wichtige Fragen zur Zuverlässigkeit der aktuellen Meeresspiegelprognosen auf, die für die Küstenplanung und die Klimaanpassung verwendet werden. Die systematische Überschätzung an den meisten globalen Standorten deutet darauf hin, dass die IPCC-Projektionen möglicherweise auf der Grundlage realer beobachteter Trends neu kalibriert werden müssen. Die Forschung zeigt, wie wichtig langfristige Beobachtungsdaten für die Validierung und Verbesserung von Klimamodellen sind, die für künftige Planungen und politische Entscheidungen verwendet werden.

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